Der August beginnt recht ruhig. Wir liegen noch am Stadt-Kai und hoffen, dass der Polsterer Anfang der Woche, wie versprochen vorbei kommt. Ich beschäftige mich zwischenzeitlich mit Gassi-Gehen, einkaufen und kochen. Halte Kontakt zu Mario um die anstehenden Arbeiten zu koordinieren. Ansonsten ist viel Entspannung angesagt. Petra hat schon mal die erste Ladung Wäsche gewaschen. Die ist bei den Temperaturen auch sehr schnell trocken.
Wir fahren öfter in die Marina, z.B. zum Wäsche waschen oder duschen. Alles recht entspannt.
Der Sonntag, 02.08. , ist Souvlakki Tag. Irgendwer hat mal vor langer Zeit die Mähr verbreitet, dass sonntags HP’s Stammtisch im Sovlakki wäre. Das ist zwar nicht zutreffend, jedoch sind sonntags viele unserer Bekannten im Sovlakki. Natürlich hocken wir dann alle an einem Tisch, aber das dann nach mir zu benennen ist doch weit hergeholt. Egal, im Anschluß geht’s jedenfalls dann zu Repapis. Dort ist dann Mario’s Eisstammtisch.
Montag 03.08.: Da wir ja diese Woche den Polsterer erwarten, räumen wir schon mal das Boot soweit auf, dass der auch die Polster vermessen kann. Dann hole ich mit unserem 20L Wasserkanister an der öffentlichen Wasser-Zapfstelle Wasser und fülle damit unseren Wassertank achtern. Ich will im Hafen nicht den Wassermacher in Betrieb nehmen, denn hier schwimmt doch allerlei Mist herum. Kurz, das Hafenwasser ist nicht geeignet, um Trinkwasser daraus zu gewinnen. Wir essen wieder an Bord.
04.08.: Gassi-Runde mit Merlin, dann Frühstück. Um 10:00 mUhr bin ich mit Mario auf der Elowyn verabredet. Wir beginnen damit die AGM-Batterien der Service- Batterie-Bank auszubauen. Die haben ihre Zeit hinter sich und gasen ganz erbärmlich. Da Mario auf dem Boot lebt, braucht er mindestens zwei Batterien um wenigstens das Nötigste zu betreiben. Also bauen wir vier der sechs Batterien aus und lassen die zwei Besten eingebaut. Er kriegt beim Laden zwar immer noch Tränen in die Augen, aber nicht mehr so heftig wie vorher. Die vier defekten Batterien schaffen wir dann auch gleich von Bord.


Das ging eigentlich recht zügig. Weiter zur nächsten Baustelle. Der Abgasschlauch vom Motor war undicht und ließ Wasser ins Bootsinnere (Bilge).
Natürlich ist bei dem Riesenschiff der Abgasschlauch an einer Stelle nach außen geführt, die nicht unbedingt zum munteren Schrauben einlädt.
Tief unten ist er. Also nicht nur ich, auch der Schlauch.

Schrauben kannst du hier ca 3 cm vor deiner Nase. Trotzdem habe ich das Ding raus gekriegt.

Und wir hatten Glück. Die undichte Stelle war gleich am Schlauch-Anfang. Ein Stück den Schlauch kürzen und dann wieder auf den Borddurchlass-Stutzen montieren. Schelle drauf, Probelauf. Dicht!!! Elowyn für heute erledigt.
Ich ging dann wieder auf die Liberté, denn der Polsterer kam dann doch tatsächlich noch. So ging dann ein erfolgreicher Tag zu Ende. Gegessen wurde wieder an Bord.
Den 05.08. ließen wir entspannt angehen. Nach der Gassi-Runde und dem Frühstück fuhren wir zu Valantis, dem Polsterer. Wir nahmen von ihm ein paar Stoffmuster mit, um bei uns im Boot die Stoffauswahl zu treffen. Nicht so einfach. Den Stoff für unsere Polster hatten wir dann noch am Abend bestellt.
Nach dem Kaffeetrinken stellte ich fest, dass der Ablauf unserer Spüle in der Küche undicht war. Irgendwas ist immer.
06.08.: Petra hat die heutige Gassi-Runde mit Merlin am frühen Morgen übernommen, 8 km.
Nach dem Frühstück schlugen wir das Vorsegel auf der Elowyn ab. Da stand auch noch ein Projekt an. Dann noch ein paar Einkäufe erledigt und zum Boot zurück.
Am Nachmittag nahm dann das Drama seinen Lauf.
Zwischen uns und unserem Nachbarn auf Backbord, war ca 3 m Platz. Für ein kleines Boot gerade so zum reinquetschen. Jetzt hielt ein Grieche mit seinem über 4 m breiten Boot auf diese Lücke zu. Als er auf Rufweite heran war, gaben wir ihm zu verstehen, dass diese Lücke viel zu klein für sein Boot wäre. Der Mann am Ruder/Gashebel reagierte in der Form, dass er noch mehr Gas gab, um in die Lücke zu kommen. Jetzt ging der Ärger los. Über mehrere Boot hinweg gingen die Schiffseigner auf die Barrikaden. Klar, denn die Fender zwischen den Booten waren völlig zusammengedrückt. Da war keine Fenderwirkung mehr möglich. Zudem fing der Mann an dem Ruder an auf uns einzuschreien. Mich hatte er dann auserkoren seinen Frust abzulassen. Das gipfelte darin das er mich beleidigte und bedrohte. Er stand vor mir, sein Gesicht ca 2 cm von meinem entfernt und macht Beissbewegungen Richtung meiner Nase. Erst als er merkte, dass mich das nicht im Geringsten beeindruckte, ging er wieder etwas auf Distanz.
Normalerweise lasse ich in solch einer Situation niemanden so nahe an mich ran. Schon gar nicht, wenn er so aggressiv ist. Nun ja, ich behielt die Nerven und seine Crew schaffte es ihn einigermaßen zu beruhigen. Das war knapp.
Er hatte dann noch weiter rumgebrüllt, German go home. Und als der Türke neben ihm auch noch was sagte, plärrte er den an: Türke go home.
Schlussendlich sagte ein Crew-Mitglied, dass sie nur 2-3 Stunden bleiben wollten um einzukaufen und Wasser zu bunkern. Hätte er ja mal sagen können bevor die Schreierei los ging. Nach 3 Stunden war wieder Ruhe am Kai. Der Grieche war weg. Kein Aushängeschild für die griechische Gastfreundschaft. Konnte leider keine Fotos machen, da ich alle Hände voll zu tun hatte.
Am Abend sind wir mit Mario und Sibylle nach Agia Marina zum Essen gegangen.
07.08.: Gassi, Frühstück und dann das Boot fertig gemacht zum Einlaufen in die Marina. Um 09:00 Uhr Motor an, Leinen los, Anker auf. Wir verlegen in die Marina an Ponton F auf den vorletzten Platz am Steg. Unser Wunschplatz, da wir hier mit Merlin die meiste Ruhe haben. Um 10:00 Uhr liegen wir am Steg.
Ich bestelle noch schnell die Ersatzteile für unsere Spüle und dann fahren wir zu Mario’s Haus, um die Solar-Paneele aufzuladen. Die bringen wir zu Giorgos. Der baut uns ja unseren neuen Geräteträger.
Habe jetzt auch einen passenden Schlauch für unseren Wassermacher. Der läuft seit 13:00 Uhr mit zwei Pumpen. Um 18:00 Uhr sind die Tanks voll und alles hat gehalten. Essen an Bord.
08.08.: Wir bauen ja auf beiden Schiffen, Elowyn und Liberté, die Batterien auf Lithium um. Heute beginnen wir mit dem Batterie-Projekt bei der Liberté.
Als erstes bauen wir mal die alten AGM’s aus.

Und? Nix, alles was Strom braucht funktioniert noch. Irgendwer hat die Service-Batterien und die Starter-Batterie zu einer Batterie-Bank zusammengeschlossen. Das ist Mist. Wir haben dann eine Notstromversorgung gebaut.

Im Anschluss haben wir uns ein Eis bei Repapis verdient. Abends essen wir an Bord.
09.08.: Heute ist zwar Sonntag, aber es muss ja weiter gehen mit dem Projekt. Dazu lege ich mir 220 Volt vom Terminal am Steg zum Boot. Ich brauche mein Fein-Multitool um die Sitzkiste herzurichten.
Da kommen die neuen Batterien rein. Ich schneide Teile vom alten Boden raus und laminiere alles neu auf.

Sonntag ist Souvlakki-Tag, man nennt ihn auch Stammtisch.
10.08.: Der Montag ist mit Vorbereitungen für die weiteren Arbeiten an den Batterien ausgefüllt. Die Sitzkiste wurde innen gestrichen. Danach noch ein wenig im Boot aufgeräumt, soweit möglich, damit wir morgen die weiteren Arbeiten angehen können. Anschließend fahren wir noch zum Einkaufen und essen an Bord.
11.08.: Gassi-Runde am frühen morgen und anschließend Frühstück. Um 10:00 Uhr treffe ich mich mit Mario um das weitere Vorgehen beim Lithium-Projekt zu besprechen. Wir sind dann zu Mario’s Haus gefahren um die Lithium-Batterien und den Multi-Plus- Wechselrichter abzuholen. Das Ganze bringen wir dann zur Liberté. Die Batterien stelle ich gleich da hin, wo sie später auch stehen sollen.


Die alten AGM-Batterien haben wir auf den Pick-Up geladen und zu Mario’s Haus gefahren. Die werde ich mit nach Hause nehmen und bis zu ihrem endgültigen Ende im Revier verwenden. Schutz von Wiesen und Feldern mit Elektrozaun gegen Wildschweine.
Nach der ganzen Wuchterei mit den Batterien ist für heute Schluss. Essen an Bord.
12.08.: Petra übernimmt die Gassi-Runde und ich fahre mit dem Rad nach Lakki Brot kaufen. Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Pick-Up eine Runde über die Insel, der muss mal wieder eine längere Strecke gefahren werden.
Heute ist ein Elowyn-Liberté-Tag. Zuerst bauen wir einen Schampo-Halter in die Garage der Elowyn. Der Eigner hätte gerne alles in Reichweite wenn er auf der Badeplattform duscht. Das hört sich einfach an, aber dazu muss erst mal das Beiboot der Elowyn aus der Garage am Heck gekrant werden. Dann ist Platz zum Arbeiten. Der Halter ist schnell angebracht. Das Aus- und Einkranen des Beibootes dauert länger als die eigentliche Arbeit. Na ja, sei’s drum.
Nachdem das erledigt war ging’s zur Liberté um den Multi-Plus zu montieren. Auch das ging uns recht gut von der Hand.

Während wir Herren der Schöpfung so auf den Booten werkeln, gehen die Damen zur Kräuterwanderung auf Leros. So haben beide Parteien ihren Spass. Für abends verabreden wir uns mit Sibylle und Mario im Aloni in Xyrokampos zum Essen. Die Taverne ist immer mal einen Besuch wert. Schön gelegen und mit guter Speisekarte.
13.08.: Nach der üblichen Morgenroutine geht es heute an die Verkabelung der Lithium-Batterien. Es müssen einige Kabel angefertigt werden. Alle Kabel, die die Batterien untereinander verbinden, müssen gleich lang sein. Ebenso sollten die Kabel von den Batterien zu den Sammelschienen die gleiche Länge haben.


Nachdem alle Batterien miteinander verbunden waren, müssen die jetzt 24 Stunden stehen und sich ausbalancieren.
14.08.: Weiter geht’s mit den Kabelarbeiten. Die neuen Kabel zu krimpen ist die eine Sache, aber sich durch das alte Kabel-Wirr-Warr zu arbeiten eine Andere. Woher, Wohin, muss das neu oder kann das bleiben. Das dauert und kostet Nerven. Wo haben wir nicht überall reingeschaut und geflucht.

Es ist schon eine Herausforderung.

Zur Entspannung lassen wir den Wassermacher noch 3 Stunden laufen. Essen an Bord.
15.08.: Nach einer unruhigen Nacht, die Griechen feiern Maria Himmelfahrt ausgiebig, gehe ich mit Merlin Gassi. Nach dem Frühstück machen wir mal unser Boot gründlich von außen sauber. Das nimmt einige Zeit in Anspruch, da wir bis jetzt noch nicht dazu kamen. Sonst läuft heute nichts mehr. Essen an Bord.
16.08.: Heute ist Sonntag und wir wollen es mal langsam angehen lassen. Die 220 Volt-Verkabelung soll fertig werden.


Läuft!!!

Essen gehen wir heute ins Souvlakki, da gibt’s glaube ich einen Stammtisch. Die Woche findet ihren Abschluss im Repapis bei einem schönen Becher Eis.
17.08.: Auch auf der Elowyn geht der Lithium-Umbau voran. Die neuen Batterien haben wir heute eingebaut und die letzten beiden alten Batterien entsorgt. Der Umbau dort ist nicht so aufwändig, da die Ladestruktur schon auf Lithium ausgelegt ist. Noch ein paar Einkäufe beim Elektriker und dann ist Schluss für heute. Essen an Bord.
18.08.: Heute ist Elowyn-Tag. Ein neues Fall soll in den Mast gezogen werden. Hört sich einfach an, aber das Ding muss in 30 Metern Höhe über eine Rolle in den Mast. Das bedarf einiger Vorbereitung und vor allem sollte kein Wind wehen. Oder zumindest nicht zu stark.
Pünktlich um 09:00 Uhr standen alle bereit auf der Elowyn.
Mario: Verantwortlicher und Leitung
Sibylle: an der Elektro-Winsch
Antonia: zbV und Dokumentation
Alex: da er gerne angelt, zum herausfischen der Leinen aus dem Mast
Petra: Verbindung zwischen Mario und mir über unser Headset
HP: ich darf hoch in den Mast
Es geht los. Ich mache mich auf den Weg nach oben. Ich habe ein vorbereitetes Senkgewicht mit einer dünnen Leine dabei. Dieses Gewicht mit der dünnen Leine fädele ich im Mast-Top über die Rolle in den Mast. Dann lasse ich das Gewicht durch den Mast nach unten. Gleichzeitig ziehe ich an der dünnen Leine eine Hilfsleine nach oben. Unten am Mast muss Alex in ca 4 Metern Höhe die dünne Schnur aus dem Mast fischen, und dann die Hilfsleine über die Rolle im Mast-Top nach unten ziehen. An dieser Hilfsleine ist das eigentliche Fall befestigt. Meine Aufgabe ist es jetzt das Fall in den Mast zu fädeln. Das ist nicht so einfach, da das Fall gerade so in die Rolle passt. Die Verbindung Fall/Hilfsleine ist aber wegen dem Auge an dem Fall etwas dicker als die Öffnung an der Rolle. Nach einigem Rumgemurkse in 30 Metern Höhe habe ich das Fall endlich in den Mast gefädelt. Das Fall wird jetzt nach unten gezogen. Nachdem Alex das Fall unten aus dem Mast gefischt hat, kann ich wieder runter.
Auf geht’s.

Halbzeit.

Oben angekommen.

Ich muss jetzt oben einfädeln und Alex unten rausfischen.

Das Fall ist drin und ich darf runter.

Das Fall wird an der Rollanlage angeschlagen.

Vorher wurde das Segel an der Rollanlage angeschlagen.

Dann das Segel hochziehen…

…und einrollen.

Bevor das Segel eingerollt wird, muss das Fall durchgesetzt werden. Dazu muss das Auge des Falls auf einen Schlitten am Mast gebracht werden. Das ist auch nochmal so einen Sache.
Mit Gewalt…

…und Umlenkrolle …

… und Elektro-Winsch…

…ist das Fall montiert und der Chef ist zufrieden.

Hier noch ein paar Eindrücke:
Mit dem Schnürchen fing’s an.

Das Auge des Falls.

Und das Fall.

Nach gut 2 1/2 Stunden war alles erledigt. Hat gut geklappt.
Da es jetzt gerade erst Mittag war und der Wind noch nicht so stark war, sind wir noch zur Liberté. Mein Windmesser zeigt ja keine Windrichtung mehr an und die Windgeschwindigkeitsanzeige fällt auch ab und zu aus. Tim von der Tao 3 hat seinen Windmesser gerade abgebaut und ihn mir zum Ausprobierten geliehen. Danke Tim.
Wir bereiten die nötigen Fallen am Boot vor, damit ich ins Mast-Top komme. Mit dem Milwaukee Akku-Schrauber katapultiert mich Petra ins Mast-Top. Der Milwaukee kann schon was. Oben angeschlagen tausche ich die beiden Windmesser. Der von Tim funktioniert und bringt Daten. Also nehme ich meinen auch mit nach unten.
Den schrauben wir dann auf und erkennen Korrosion auf der Platine. Die ist hinüber. Die Platine kostet 150€, der O-Ring liegt im Cent-Bereich. Besser als 460€ für den ganzen Geber. Sibylle muss nach Deutschland und wird die Sachen auf dem Rückweg mitbringen. Das war mal ein recht erfolgreicher Tag. Essen an Bord.
19.08.: Den Windmesser von Tim bringe ich zurück und lege ihn im Cockpit auf seiner HR 48 ab. Danke nochmal, Tim. Dann baue ich bei unserem Schiff die Logge aus und stelle sie in Essig. Die ist völlig verkalkt und zeigt auch nichts mehr an. Kein Problem, der Essig wird’s richten.
20.08.: Auf der Elowyn haben wir heute die Lithium-Batterien eingebaut und angeschlossen. Funzt. Auf der Liberté ging’s mit der Verkabelung weiter.
21.08.: Weiter mit der Verkabelung auf der Liberté. Zwischendurch einkaufen, denn wir haben Mario heute zum Essen zu uns eingeladen. Sibylle ist ja schon in Deutschland. Wir machen Frikadellen satt. Für die aus dem Süden unserer Republik: Fleischpflanzerl. Was übrig bleibt wird in den nächsten Tagen mit Brot gegessen. War ein schöner Abend.
22.08.: Nach dem Frühstück sind Petra und ich zum Einkaufen gefahren. Futter für unsere Bestie war aus, und wir mussten das Sauerteig-Brot abholen, dass wir wie immer vorbestellt haben. Sibylle hatte uns vor ihrer Abreise aufgetragen in Xirokampos am Haus die Feigen zu ernten, die sind reif und fallen mittlerweile vom Baum. Also auf zur Feigenernte.
Als wir zurück waren, war auf unserem Nachbarschiff, der Lumara, Dominik, Ellen und Mario dabei den Wechsel des Kutterstag’s vorzubereiten. Die fragenden Blicke waren unzweideutig. Ok, Ok, Milwaukee und Bootsmannsstuhl her, anschlagen und schon ging’s hurtig nach oben. Das Stag war relativ schnell abgeschraubt und die Arbeit flott erledigt.

23.08.: Sonntags lassen wir es gemütlich angehen. Nach der Gassi-Runde wird erst mal in aller Ruhe gefrühstückt. Da mir heute nicht der Sinn nach irgendwelchen Kabeln oder sonst was Stromdurchflossenem steht, möchte ich den Wasserschlauch für den hinteren Tank verlegen. Das ist dann auch wieder eine elende Krabbelei im Boot. Irgendwann liegt der Schlauch dann von der Verteilung im Bug zum Tank im Heck. Anschließen werde ich den später. Essen im Souvlakki.
24.08.: Heute machen wir mal ganz was Neues. Lithium-Umbau; ach hatten wir schon? Ja das war ja nur Kabel herstellen und verlegen. Heute geht’s ins Innere der Anlage, in die Tiefe, ganz weit unten. Fast mit meiner Stimmung vergleichbar.
Spass beiseite. Der Multiplus muss auf Lithium-Batterien programmiert werden. Bei älteren Geräten konnte man das über Schalter machen. Für die neue Generation braucht man einen Windoof-PC, ein Programm von Victron, ein Lan-Kabel und ein Interface.
Nix davon habe ich. In der Seglergemeinschaft ist das wie bei uns im Saarland, du musst einen kennen der einen kennt. Bei mir reichte die erste Stufe. Ich kenne Alex vom A-Team. Der hat das alles und hat sich bereit erklärt mir den Multiplus umzustellen. Vielen Dank Alex.
25.08.: Wir sind auf der Zielgeraden. Heute kommt die Starterbatterie raus und meine Stromversorgung läuft ausschließlich über die Lithium-Bank. Den Batteriemonitor haben wir auch eingebaut und mit der App auf dem Handy über Bluetooth verbunden. Jetzt kann ich den Ladezustand der Batteriebank auf dem Handy abrufen.
26.08.: Seit gestern läuft alles über die Lithium-Bank. Licht, Kühlschrank und ein paar Ladegeräte für Handy und PC. Heute morgen habe ich den Ladezustand der Batteriebank abgerufen: 96%, GEIL!!! Wir lassen den Wassermacher laufen. Trotzdem ist die Batteriebank noch vor Mittag wieder auf 100%. Die alten Solarpaneele bringen doch noch was.
27.08.: Heute wollen wir den Umbau endlich abschließen. Dazu kaufen wir beim Elektriker noch ein paar dicke Kabelschuhe für 95mm2 Kabel. Die Kabel zur Starterbatterie müssen angepasst und neu gekrimpt werden. Die MPPT-Regler für die neue Solaranlage werden verbaut und batterieseitig angeschlossen.


DER LITHIUM-UMBAU IST FERTIG!!!!!!!!
Vielen, vielen Dank an Mario.
Der B2B-Laderegler wird später eingebaut. Essen an Bord.
28.08.: Heute wird Charly’s HR ins Wasser gekrant. Ich helfe ihm mit den Leinen und beim anschließenden Anlegen an seinem Liegeplatz. Wir gehen noch einkaufen und den Rest des Tages verordnen wir uns Ruhe.
29.08.: Beim Ship-Chandler Naval habe ich zwei neue Spülbecken-Abläufe bestellt. Die kann ich heute abholen und gleich wieder zurück bringen, da sie nicht gepasst haben. Auf die Gutschrift habe ich noch etwas draufgelegt und uns eine neue Heckdusche gekauft. Bei der alten Dusche war ein kleines Halteteil für den Duschkopf gebrochen. Dieses Teil für 20 Cent kriegst du nicht einzeln, nur die ganze Dusche für 180€. Da könntest du im Strahl ko….!

Die Dusche funktioniert.
30.08.: Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre.

Ich gehe mit Merlin joggen. Ich muss mich und den Hund bewegen. Heute wird nix geschafft. Der ominöse Stammtisch soll heute wieder im Souvlakki stattfinden. Bin mal gespannt.
Hat sich wohl rumgesprochen.

Insgesamt 18 Segler/-innen haben den Weg ins Souvlakki gefunden. Wenn das so weiter geht….

31.08.: Zum Monatsabschluss will ich noch den hinteren Wassertank anschließen. Einfach? Am Boot ist nichts EINFACH!!
Erst mal den Tank freilegen. Dazu die Backbord-Kabine ausräumen , und…. Da isses doch, das Problem. Ich kann den Anschlußbogen für den Wasserschlauch nicht oben auf den Tank montieren, denn dann kann ich das Brett fürs Bett nicht mehr auflegen. Der Bogen muss an die Seite vom Tank. Dort ist natürlich kein Platz um mit der Bohrmaschine direkt in den Tank zu bohren. Zum Glück habe ich einen Aufsatz für die Bohrmaschine, mit dem ich um die Ecke bohren kann.

Mit dem kleinsten Bohrer komme ich gerade so zwischen Tank und Bettverkleidung. Dann noch mit dem Stufenbohrer das Loch aufbohren und mit der Raspel den Enddurchmesser herstellen. Das Fitting montieren und den Schlauch anschließen.

Den Tank füllen und kontrollieren ob alles dicht ist. Projekt hinterer Wassertank anschließen: erledigt!!!
Der Monat ist rum, ein Riesenprojekt und ein paar Kleinigkeiten erledigt. Die Nerven kommen auch wieder langsam zu Ruhe. Ich glaube die brauche ich nächsten Monat auch für das Projekt Geräteträger und Solaranlage. Bis dann.

