01.07.: Merlin war heute schon sehr viel besser drauf. Gassi-Runde auf den eigenen vier Pfoten bewältigt. Sogar Katzen wollte er jagen.
Um 09:30 Uhr holt der Tierarzt Petra und Merlin mit seinem Auto am Boot ab. Ich laufe die paar Meter, weil im Auto vom Tierarzt nur zwei Personen Platz finden. Er hat zwei Kindersitze im Auto.
Die Ultraschall-Untersuchung bringt folgendes Ergebnis: Magen und Leber sind unauffällig, Milz etwas vergrößert und hat eine Zyste und die Prostata ist vergrößert. Der Venenzugang wird entfernt. Vorschlag der Tierärztin: Merlin noch ein paar Tage mit Schonkost füttern. Dann langsam wieder auf Trockenfutter umsteigen. Antibiotikum noch ein paar Tage geben und am Dienstag wieder vorstellen, um den Entzündungswert, der leicht erhöht war zu kontrollieren. Ebenso Kontrolle der Prostata, ob die wieder kleiner geworden ist. Evtl. Entzündung der Prostata.
Wir stimmen dem zu, bleiben also noch bis Mittwoch im Hafen. Wenn sich Merlins Zustand gebessert hat, fahren wir auf jeden Fall weiter. Gegebenenfalls werden wir dann bei unserem Tierarzt in Lakki vorstellig.
Merlin ist die Strecke zum Boot selbst zurück gelaufen. Es geht wohl aufwärts.
Mehrmals kleine Mengen an Schonkost mit Wasser bringen den Terrier wohl wieder nach vorne. Bei der späten Gassi-Runde hat er gekackt. Auch peilt er schon wieder Katzen an.

Am 02.07. früh morgens laufen Merlin und ich um den Hafen zu einem Grünstreifen. Dort erledigt Merlin sein großes Geschäft. Gut so mein Freund. Das mache ich gerne weg.
Auf dem Rückweg kaufe ich noch ein Sauerteig-Brot (super lecker). Den Tag verbringen Merlin und ich auf dem Boot, während Petra noch eine ca 10 km lange Wanderung zur Iera Moni Sotiros Monastery macht.
Bei der Gassi-Runde am Abend hat Merlin versucht an einen West-Highland-Terrier zu kommen, den die Besitzerin bei Merlin’s Anblick dummerweise auf den Arm genommen hat. Viel Geschrei um nix. Natürlich war das mein Fehler, da ich Merlin nicht an der Leine hatte. Aber den weißen Terrier habe ich vor der weißen Hafenmauer einfach nicht gesehen.
Am 03.07. kommen Gaby und Gottfried wieder in den Hafen und wir gehen abends essen. Für heute Nacht war etwas stärkerer Wind angesagt. Laut Gottfried waren es in der Nacht und heute Morgen bis 40 Knoten Wind. Es hat ganz schön in der Takelage gepfiffen. Mit Merlin bin ich dann am frühen Morgen um den Hafen gelaufen. Der Terrier ist wohl wieder fit.
Nach dem Frühstück ist Petra wieder losgelaufen, um der Monastery Evangelist einen Besuch abzustatten. Leider war das Kloster geschlossen. Wir treffen uns später dann in der Mitte des Hafens, weil wir noch in den Supermarkt wollen. Danach brate ich die eingekauften Hähnchenspieße für morgen und koche noch eine Bolognese für heute Abend. Die hat vorzüglich gemundet.
Am 05.07. beginnt der Tag wie immer. Gassi mit Merlin, Brot kaufen und Frühstück. Danach füllen wir Wasser in den hinteren Tank. Das ist unser „Brauchwasser-Tank“. Also nur zum Duschen und Geschirr spülen usw. Der ist nicht am Wassermacher angeschlossen. Trinkwasser aus dem Wassermacher füllen wir nur in den vorderen Tank. Später sollen beide Tanks über den Wassermacher gefüllt werden.
Der Wind hat wieder etwas aufgefrischt und ich muss den Anker durchsetzen. Diesen Wind will Petra zum Trocknen der Wäsche nutzen. Ratz-Fatz alles trocken. Ich reinige in der Zeit noch das Sieb der Duschpumpe.
Gaby und Gottfried kommen zum Sundowner zu uns an Bord. Wir verquatschen uns und so gibt es heute ein spätes Abendessen. Gut dass ich vorgekocht habe.
Für den 06.07. haben wir vor, mit dem Bus die Westküste von Skopelos bis Glossa zu fahren. Der Bus fährt im Hafen um 10:00 Uhr ab und hält an jeder Bucht an. Bis Glossa sind es 25 km, ne knappe Stunde.
In Glossa wollten wir eine Ölmühle besichtigen. Doch dazu mussten wir uns erst mal den Weg durch die wilden Tiere von Glossa bahnen.



Die Besitzerin der Mühle zeigte uns die verschiedenen Öle die sie herstellte. Natürlich haben wir die auch verkostet.

Nach der Verkostung deckten wir uns mit vorzüglichem Olivenöl ein.
Da wir noch etwas Zeit bis zur Rückfahrt unseres Busses hatten, schlenderten wir noch durch die Gassen von Glossa.



Blick. auf Loutraki-Hafen.


Zum Abschluss noch eine Kaffee-Pause und um 13:45 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Hafen.
Merlin hatten wir an Bord gelassen. Der muss sich jetzt noch etwas gedulden. wir gehen noch Essen und im Anschluss bin ich dann mit Merlin noch ausgiebig Gassi gegangen.
07.07.: Heute ist der Tag der Entscheidung. Nach der Gassi-Runde und dem Frühstück haben wir noch einen Termin beim Tierarzt. Mit Merlin ist alles wieder in Ordnung. Tierarzt erledigt.
Einkaufen im Supermarkt. Schlauch vom Wassermacher getauscht. Den probiere ich in der nächsten Bucht aus. Hier im Hafen ist das Wasser zu trübe. Der Hafen ist heute rammelvoll. Eine Flottille von Sailing Holiday ist eingefallen.



08.07.: Letzter Morgen in Skopelos. Gassi gehen, Brot kaufen, Frühstück, Wasser auffüllen und Boot zum Ablegen vorbereiten.
09:30 Uhr: Motor an, Leinen los, Anker auf. Wir fahren aus dem Hafen von Skopelos.

Die Skipperin freut’s. Wir fahren Richtung Norden. Dort gibt’s den sogenannten „Mama-Mia-Felsen“ zu sehen. Ja der aus dem ABBA-Film. Touristenströme pilgern zu der Kirche. Na ja , wem’s gefällt. Ich hab da nichts dran.

Danach können wir sogar noch eine halbe Stunde segeln.
Unter Motor geht’s dann die paar Meilen bis zur Oreos Skiathos. Der Anker hält beim ersten Versuch. 6 Meter Tiefe, 30 Meter Kette, 1600 Umdrehungen. Ankerkontrolle durchgeführt. Der Rockna ist komplett im Sand eingegraben. So soll das sein.

Dann starten wir den Wassermacher. Produziere mit einer Pumpe, um zu sehen ob der Gewebeschlauch, den ich montiert habe, das aushält. Nach gut 2 1/2 Stunden ist der Tank voll und der Schlauch hat gehalten. Hoffentlich bleibt das so. Gassi mit Merlin. Essen an Bord.
09.07.: Heute Morgen lief die Starbrust 4 in die Bucht ein. Das heißt das Beiboot, ca so groß wie unser Segelboot, kam zum Tiefe-loten. Nach diesen Angaben kann der Kapitän der Starbrust 4 seinen Schwojkreis berechnen und seinen Anker setzen.
Die Starbrust 4 gehört einem Mitglied der Familie Mars, die von den Schokoriegeln. Das Schiff kann man auch mieten. Für lockere 980 000 Euro, die Woche versteht sich, ein Schnäppchen.


Wir faulenzen den ganzen Tag auf unserem Boot. Bei einer Runde Schwimmen nehme ich mir einen Schwamm und reinige den Wasserpass der Liberté. Skopelos hat doch ein paar Spuren hinterlassen. Durch den vielen Fährverkehr im Hafen und die lange Liegezeit in Skopelos hängt der Dreck dann am Schiff. Jetzt ist der Wasserpass aber wieder sauber. Petra rudert mit Merlin zur Gassi-Runde.

Wir essen an Bord. Skiathos ist eine laute Touristenstadt. Da zieht’s uns nicht hin.
10.07.: Nach dem üblichen morgendlichen Procedere, bereiten wir das Boot zur Abfahrt vor. Um 09:00 Uhr starten wir den Motor und gehen ankerauf. Um 09:10 Uhr stellen wir den Motor schon wieder ab, da wir die Genua (Vorsegel) setzen konnten. 5-9 Kn Wind, in Böen 15 Kn, waren angesagt. Wir hatten jetzt schon mehr.
Der Wind wurde immer stärker und wir mussten die Genua bis über das 2. Reff hinaus einrollen. Trotzdem liefen wir immer noch über 7 Kn.
Die Skipperin hatte wieder ihren Spass und wir kamen sehr zügig voran.
Nach ca 1 Stunde ließ der Wind nach und wir konnten nach und nach ausreffen.
Da unsere Windmessanlage defekt ist, bedeutet das „Back to the Roots“. Also Wasseroberfläche beobachten, Wind und Welle danach einschätzen, Ruderdruck und Bootslage fühlen. Wenn der Ruderdruck zu hoch ist und das Boot viel Lage schiebt (schräg liegt) und immer das Bestreben hat in den Wind zu drehen (Luvgierigkeit) dann ist die Segelfläche zu groß, es muss gerefft werden bis das Boot keine Lage mehr schiebt und nicht mehr in den Wind drehen will.
Nun, wir sind dann bis in die Bucht von Glyfa gesegelt.
Dieser Motor-Trimaran hat uns überholt. War kaum zu hören.
Das Leuchtfeuer von Glyfa gerundet.

Noch schnell einen Fischer gegrüßt.


Und dann war um 15:00 Uhr der Anker nach dem 2. Versuch auf 7 Metern Tiefe, mit 45 Metern Kette und 1400 Umdrehungen fest. Wir haben den Wassermacher gestartet, wie gehabt mit einer Pumpe.18:00 Uhr: Wassermachen erledigt. Gassi mit Merlin und noch Kleinigkeiten eingekauft. Glyfa ist ein Touristenort mit vielen Appartements und Cafés bzw Tavernen. Reger Fährverkehr zwischen Festland und Euböa. Wenigstens eine Bäckerei habe ich gefunden, da muss ich aber morgen früh hin. Essen an Bord.
11.07.: Während der Gassi-Runde mit Merlin, laufe ich zur Bäckerei. Ab 08:00 Uhr kann ich dann Brot kaufen. Da ich zu früh dran bin, muss ich noch ca 1 Stunde überbrücken. Kein Problem, laufe einfach in der Gegend um den Hafen rum. Nach dem Frühstück holen wir um 09:50 Uhr den Anker auf. Dann fahren wir weiter durch den Kanal Richtung Chalkidia. Dort wollen wir in der Nacht von Montag auf Dienstag durch die Alte Brücke fahren. Das wird ne Nummer, aber dazu später mehr. Erstmal zu unserem Zwischenziel in der großen Ankerbucht von Skala Atalanti. Dort werfen wir den Anker auf 4,5 m Tiefe, 25 m Kette und 1600 Umdrehungen. Der Anker hält sofort im Sand der Bucht.
Die Gassi-Runde mit Merlin hat zur Folge, dass vermutlich alle Hunde von Skala Atalanti Merlin erst mal ausgiebig verbellen. Aber auch das war irgendwann vorbei und ich ruderte zurück zum Boot. Essen an Bord. Atalanti ist ein typischer Touristenort, nicht sehr einladend. Auf die Touristen abgestimmte Tavernen. Ein guter Platz bei ruhigem Wetter.

Am 12.07. noch einen schönen Sonnenaufgang angeschaut.


Dann mit Merlin Gassi, Frühstück, Motor-Check und schon ging’s um 09:40 Uhr weiter. Um 10:00 Uhr hatten wir den Flachwasserbereich der Ankerbucht hinter uns gelassen und den Wassermacher angeworfen. Der lief dann bis 14:30 Uhr. Um 15:30 Uhr fällt der Anker in der Chalkidi-Nord-Bay auf 6,5 m Tiefe. Ich gebe 30 m Kette und wir fahren den Anker mit 1600 Umdrehungen ein.

Die letzten Tage hatten wir Probleme mit unserem Internet an Bord. Nach langer Recherche hat Petra dann die Fritz Box über das LAN-Kabel neu gestartet. Tataaa, da war es wieder. Petra hat das Internet repariert. Ich rudere derweil mit Merlin an Land. Unterwegs stelle ich fest, dass die Klebestellen der Ruderdollen nachlassen. Irgendwas ist immer. Ab jetzt nur noch mit Motor.
Essen an Bord. Gegen 00:00 Uhr schreckt uns der Ankeralarm hoch. Wir hatten 30 Kn Wind. Die Windanzeige funktioniert mal wieder, braucht wohl etwas mehr Wind. Die Wellen waren aufgrund des Windes entsprechend hoch. Nach 1 Stunde ging der Wind runter, die Welle blieb aber den Rest der Nacht.
13.07.: Heute wird zuerst gefrühstückt, dann machen wir den Motor an’s Dingi und fahren in den Kleinen Hafen am Bb – Ufer. Wir haben knapp 20 Kn Wind und dementsprechende Welle. Kein Spass die Dingi-Fahrt.
Petra geht zur Hafenbehörde um die Formalitäten für die Brückenpassage zu erledigen. Ich gehe mit Merlin Gassi und fahre dann zum Boot zurück. Wir wollen weder das Dingi noch das Boot ohne Aufsicht lassen, da es hier nicht nur gute Menschen gibt, wie einige anderen Segler zu berichten wissen. Den ganzen Tag starker Wind und Wellen (>25 Kn). Ich hole Petra wieder an Land ab. Wegen der Wellen ist es schwer an Bord zu kommen. Wir kriegen eine ordentliche Portion Seewasser ab. Gegen Abend wird’s wieder ruhiger. Ab 21:30 Uhr sollen wir am Funk Kanal 12 abhören, um die Brückenöffnung mitzubekommen.
Normalerweise läuft das so ab: Irgendwann zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr wird die Brücke geöffnet. Das legt die Hafenbehörde aufgrund der Strömungsverhältnisse an der Brücke fest. Kurz vor dem Öffnen soll jedes Boot das angemeldet ist über Funk aufgerufen werden. Dann kommt das Go und es geht los.
Wir liegen in der Nord-Bucht von Chalkidia. Wir haben bis zur Brücke ca 1,8 Nm. Also müssen wir schnell sein. An der Brücke gibt es nicht viele Plätze für Boote mit 2m Tiefgang. Auf einem der Plätze liegt zudem noch ein Katamaran. Dazu kommt, dass vor Diebstählen in der Vergangenheit gewarnt wird. Die sind so dreist, die kommen auch an Bord wenn die Besatzung anwesend ist und schläft. Also für mich eine Situation, die ich nicht akzeptiere und so in der Bucht im Norden bleibe.
Wir richten uns also auf die Wartezeit bs zur Brückenöffnung ein. 21:30 Uhr Funk an. Warten. Am Funk ist es still wie auf einem Friedhof. Warten, warten, warten 02:00 Uhr immer noch nix. Um 02:40 Uhr telefoniert Petra mit einer Frau der Hafenbehörde. Es würde bald losgehen und sie würde uns zurückrufen. Beim Wollen ist es dann auch geblieben.
Nachdem ich auf dem AIS gesehen habe, dass Schiffe durch die Brücke fahren haben wir die Hafenbehörde nochmals kontaktiert. Die trieben uns jetzt zu höchster Eile an, da die Brücke gleich schließen würde.
So knallten wir dann mit über 7 Kn durch die Nacht, und uns unbekannten Gewässern mit Gegenverkehr der Schiffe die von Süd nach Nord die Brücke passierten. Orientieren konnten wir uns nur nach der Navionics-Karte auf unserem Tablet. Die Leuchtfeuer des Kanals und der Brücke waren erst spät zu sehen, da sie im Lichtermeer der Stadt untergingen. Als Letztes Boot fuhren wir um 03:30 Uhr durch de Brücke. Direkt nach uns wurde diese geschlossen. Um 03:45 Uhr war der Anker in der Südbucht fest auf 10m Tiefe, 50 m Kette und mit 1600 Umdrehungen eingefahren. Dann ab in die Koje. WAR EIN HEIßER RITT.
15.07.: Nachdem wir halbwegs ausgeschlafen hatten, fuhr ich mit Merlin an Land. Gassi heute etwas später.


Später sind wir dann noch in die Stadt zum Einkaufen gefahren. Die Stadt ist ein Chaos, laut, dreckig, heiß und ein Verkehr der das Überqueren einer Strasse zum Abenteuer macht. Bloß weg hier.
15.07.: Bei der Gassi-Runde gehe ich zum Bäcker, danach Frühstück, Motor-Check und um 09:45 Uhr Anker auf. Noch ein letzter Blick auf die Alte Brücke.

Dann den Blick Richtung Neue Brücke.

Schön im Fahrwasser unter der Neuen Brücke durch.

Hier noch eine kurze Erklärung zum Fahrwasser.
An der Alten Brücke von Chalkida wechselt bis zu 7 mal täglich die Strömung. Das ist das Besondere an dieser Engstelle.
Wenn du nach Norden fährst, fährst du zu Tal, also zum Meer hin. Somit hast du die roten Fahrwasser-Tonnen/Leuchtfeuer auf der Steuerbord-Seite, weil die Betonnung vom Meer zur Quelle Steuerbord grün und Backbord rot ist. Alles klar bis hierhin? Ok. Wegen dem häufigen Strömungswechsel ist es aber so, dass, wenn du nach Süden fährst, du auch an Steuerbord die roten Tonnen/Leuchtfeuer hast. Du also auch zu Tal fährst, da ja die Betonnung wie gehabt vom Meer zur Quelle Steuerbord grün und Backbord rot ist. Gar nicht so schwer oder?
Wir fahren dann noch eine Zeit im etwas engeren Kanal, bis der sich weitet und wir entspannter fahren können. Der Verkehr nimmt leider auch zu. Fähren sind immer ein Thema.


Um 14:30 Uhr können wir endlich wieder Segel setzen. 12 Kn Wind. Sehr schön.
Natürlich dauert der Spaß nicht lange. Nach 30 Minuten müssen wir reffen, da der Wind wieder mal auf 20-25 Kn hochgeht.
Die Skipperin wieder in ihrem Element.
Um 15:30 Uhr starten wir den Motor und bergen die Segel. Jetzt geht’s zum Ankerplatz in der Agio Dimitrios. Dort ist der Anker um 16:45 Uhr fest auf 10m Tiefe, 40m Kette und 1800 Umdrehungen. Nur 40 Meter Kette, da wir zwischen zwei anderen Ankerliegern ankern und der Anker im Sand sofort gefasst hat. Kurze Runde mit Merlin an Land und dann essen wir an Bord.

Schön hier. Und vor allem schön ruhig. Bis auf den Wind.
16.07.: Nach der Gassi-Runde und dem Wetter-Check, entscheiden wir bis Samstag hier zu bleiben. Die Vorhersage gibt 25-30 Kn, und teilweise mehr, an. Meistens ist es dann mehr.
Heute hat die einzige Taverne hier geöffnet. Wir gehen essen. Das Essen ist gut und die Portionen riesig. Auf dem Bild fehlen noch meine Spaghetti. Alles zusammen, mit Getränken unter 40 €.

Mit Blick auf unser schwimmendes Zuhause.

17.07: Am frühen Morgen wird der Wind stärker. Hier in der Bucht haben wir Böen von 20-30 Kn. Draußen sollen es Böen bis 40 Kn sein. Laut neuestem Wetterbericht. Gut dass wir hier geblieben sind.
Petra wandert bis zur anderen Seite der Bucht. Sie bringt das Brot mit, dass wir gestern Abend noch in der Taverne bestellt haben. Ich werfe den Wassermacher an.
!8.07.: Gassi mit Merlin und dann Frühstück. Wir bereiten das Boot für die Abreise vor. Heute soll es weiter gehen. Der Wetterbericht ist ganz gut. Um 09:30 Uhr starten wir den Motor und lichten den Anker.

Tschüß Agios Dimitrios, war schön hier.
Durch die Bucht geht es zur Engstelle Euböa-Amavros Davos. Nachdem wir dort durch sind setzen wir die Segel bei 10 Knoten Ostwind auf der Stb-Seite. Bis 14:00 Uhr segeln wir ganz entspannt unserem Ziel entgegen. Dann haben wir die Insel Megalonisos querab und der Wind geht auf 20 Knoten hoch. Wir gehen ins 2. Reff. Wie sich herausstellt, war das die richtige Entscheidung. Der Wind geht auf über 25 Knoten hoch. So segeln wir bis zum Eingang der Bucht nach Karystos. Auf dem Weg zum Hafen legt der Wind auf 35 Knoten zu.
Wir rufen Tony, den Hafenmeister von Karysto an, und fragen nach einem Liegeplatz. Er wies uns an, in den Hafen zu fahren und einen Platz auszuwählen. Beim Anlegen war er nicht anwesend. Gut das der Wind im Hafen etwas schwächer war.
Später kam dann Tony und beschwerte sich darüber, dass wir zu weit in der Mitte der Liegeplätze liegen würden. Er bräuchte Platz, da noch zwei Boote in den Hafen kämen. Na dann hätte er beim Anlegen halt anwesend sein müssen. Egal wir liegen. Wir spannen die Festmacher so, dass neben uns noch Platz ist. Neben uns legt dann später noch ein Motorboot an.
Für unser Boot zahlen wir 17,50€ für zwei Nächte. Gehe mit Merlin eine Runde um den Hafen.
Unser Törn heute.

Unser Liegeplatz. Das Boot mit dem Dingi am Bug sind wir.

Der Hafen Karystos.


Karystos ist eine Touristenstadt. Viele Appartements und dementsprechend laut und quirlig. Sonntag lassen wir es ruhig angehen. Petra geht ne Runde spazieren und ich checke den Motor. Wir ordern noch Diesel für den nächsten Tag.
Abends gehen wir zu einem Deutsch-Griechen essen. Das war gut. Das war reichlich. Das war günstig. 38€ für zwei Personen mit Getränken.
Montag um 09:00 Uhr war der Tankwagen da. Wir bunkern 98 Liter Diesel. Dann planen wir unsere Weiterfahrt.
Wir blieben bis Dienstag 21.07. Dann ging’s weiter. Nach der üblichen Morgenroutine starteten wir um 10:30 Uhr den Motor. Leinen los und Anker auf. Wir fahren erst mal unter Motor.
Südspitze von Euböa.

Als wir um die Südspitze herum waren, also in der Passage zwischen Euböa und Andros, knallte der Wind auf über 25 Knoten hoch. In der Passage stand eine recht hohe Welle und so entschieden wir unter Motor weiter zu fahren, bis die Welle ein vernünftiges Segeln zulässt.
Hier konnte ich dann schon wieder filmen und wir setzten kurz darauf die Segel.
Unser Törn heute.

Um 13:45 Uhr setzten wir die Genua auf Stb, wir segelten bis 15:30 Uhr bei Wind von über 30 Knoten bis vor die Einfahrt der Bucht von Batsi auf Andros.
Um 15:50 Uhr fällt der Anker auf 7,5 m Tiefe. Ich gebe 30 m Kette und wir fahren den Anker mit 1800 Umdrehungen ein. Ich gehe mit Merlin an Land.
Der Ort hat ein schönes Ambiente. Und natürlich in den Restaurants die dazu passenden Preise.


Auch abends ein schöner Anblick.



Wir essen lieber an Bord. Die Nacht war ruhig.
Tschüß Batsi.

22.07.: Wir bereiten unsere Weiterfahrt vor. Route, Wetter usw. 09:40 Uhr, wir werfen den Motor an und gehen Anker auf.
Immer, wenn wir außerhalb eines Hafens sind wird Wasser gemacht. Dauert meistens ca 2-3 Stunden. So können wir jeden Tag duschen ohne uns Gedanken um den Wasserverbrauch machen zu müssen. Gut einen Wassermachermacher zu haben.
Um 14:40 Uhr können wir Segel setzen und kreuzen bis 16:00 Uhr Richtung Bucht-Einfahrt Finikas auf Syros.

Um 16:40 Uhr ist der Anker fest auf 9 m Tiefe mit 40 m Kette. 1800 Umdrehungen hat der Anker gehalten. Wir haben Südwind. In der Nacht soll der Wind auf Nord drehen und etwas auffrischen.
Ich kontrolliere den Anker. Der Rocna sitzt perfekt. Dingi fertig gemacht und mit Merlin an Land gefahren. Essen an Bord.
Da haben wir noch Südwind.

In der Nacht hat der Wind um 180 Grad gedreht und zugelegt. Unser Nachbar geht auf Drift.Wir liegen noch fest. Ankeralarm ist eingestellt. Die Nacht war nicht so ruhig.
23.07.: Nach der Gassi-Runde kontrolliere ich nochmals unseren Anker. Der Nachbar von letzter Nacht liegt jetzt recht nahe bei uns und macht keine Anstalten das zu ändern.
Der Boden ist ein Sand-Schlamm-Gemisch und diesmal zeigt der Anker die Tendenz bei 1800 Umdrehungen zu rutschen. Wir beschließen den Ankerplatz zu wechseln. Der neue Ankerplatz ist auch nicht so toll, aber wir haben mehr Platz zu unseren Nachbarn. Der Boden ist mit Seegras bewachsen. Dazwischen sind Sandflecken. So einen musst du treffen, um den Anker irgendwie fest zu bekommen. Nach mehreren Versuchen hält der Anker 1600 Umdrehungen im Sandboden. Bei der Kontrolle des Ankers sehe ich, dass er nicht ganz eingegraben ist. Wir frühstücken erst mal.
Also der Anker hält auch die stärkeren Böen ohne Probleme. Ich stelle den Ankeralarm entsprechend ein. Essen an Bord.
Wir liegen jetzt weiter in der Bucht und haben nun Nordwind.
Diese Skulptur, die am Hafen von Syros steht, soll die Verbundenheit der Griechen mit dem Meer darstellen.

24.07.: Auf dem Rückweg von der Gassi-Runde kaufe ich noch beim Bäcker ein. Um 09:05 Uhr sind wir mit unseren Vorbereitungen fertig und starten den Motor. Anker auf und ab dafür.
Um 09:40 Uhr setzen wir Segel und können bis 12:45 Uhr segeln. Dann schläft der Wind ein und wir fahren unter Motor bis in die Bucht von Naousa auf Paros.


Das Leuchtfeuer von Naousa/Paros

8 m Tiefe, 35 m Kette, 1600 Umdrehungen, hält super.
Leider ist das hier eine Fun-Bucht. Motorboote ziehen Reifen, riesen Luftmatratzen oder Wasserski-Fahrer hinter sich her. Alles mögliche an Wassersport wird hier zwischen den Ankerliegern betrieben. Na ja, der Wind soll heftiger werden, vielleicht wird es dann weniger mit den Aktivitäten. Essen an Bord.
Um 21:45 Uhr setzt heftiger Wind bis über 30 Knoten ein und es regnet. Einzelne Blitze sind zu sehen. Unruhige Nacht mit viel Wind.
25.07.: Der Wind ist immer noch heftig. Die Gassi-Runde führt mich heute morgen zum Leuchtfeuer. Hier ein paar Bilder.



Das Meer ist durch den Wind sehr unruhig.
Der Katamaran-Fahrer muss den Halbwind-Kurs ausnutzen, denn dann läuft die Kiste auch.
Wieder zurück in der Ankerbucht. Die Motorboot-Fraktion ist stark vertreten.

Schöne Felsformation.


Der Wind bleibt den ganzen Tag über heftig, mit Böen über 30 Knoten. Wir schauen den Tag über dem Treiben in der Bucht zu. Es wird zwar weniger Fun-Sport betrieben, aber das Kommen und Gehen der Schiffe in der Bucht ist interessant. Essen an Bord.
26.07.: Der Wind hat endlich nachgelassen. Wir bereiten unsere Abfahrt vor.
Um 10:35 Uhr Motor an und Anker auf. Wir fahren aus der Bucht, die Welle ist erträglich und so können wir um 11:30 Uhr Segel setzen.
Der hatte Vorfahrt. Bb-Bug vor Stb-Bug.


Bis 16:00 Uhr segeln wir durch den Kanal zwischen Naxos und Paros bis in die Bucht von Kalantos im Süden von Naxos.
7 m Tiefe, 30 m Kette, 1600 Umdrehungen. Anker fest im Sand.

Heute ist mein Geburtstag und so gehen wir in die Kalantos-Taverne essen. Gutes Essen bei mittlerer Preisklasse.
Unsere Ankerbucht.




Mahlzeit.


27.07.: Heute haben wir einen langen Schlag vor uns. Von Naxos bis Leros sind 69 Meilen. Wir müssen das heute Fahrten, denn ab morgen ist schon wieder starker Wind angesagt. Heute ist Flaute und so fahren wir die Strecke unter Motor.
Nachdem wir das Bott zur Fahrt vorbereitet hatten, ging’s um 07:00 Uhr los. Frühstück gab’s heute auf See. Die Fahrt verlief ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.
Um 18:30 Uhr fiel unser Anker in der Lakki-Bucht. 8 m Tiefe, 30 m Kette, 1600 Umdrehungen. Wieder zurück am Ausgangspunkt der Reise.

Wir gehen ins Souflakki essen und gönnen uns natürlich ein Eis bei Repapis. Dann ab in die Koje.War ein langer Tag.
28.07.: Ich wollte gerade mit Merlin an Land fahren, als ein Segler am Stadt-Kai seinen Liegeplatz verließ. Also sofort wieder an Bord, Motor an und Anker auf. Wir legen uns auf den frei gewordenen Platz und dann ging’s mit Merlin Gassi. Ist natürlich einfacher direkt am Kai an Land zu gehen, als erst mit dem Dingi an Land zu fahren.
Nach dem Frühstück lief ich in die Marina. Ich wollte den Pick-Up holen. Erstmal ins Marina-Office den Schlüssel holen. Dann zum Auto, Schlüssel rein und …KLACK … nix. Batterie leer. Also erstmal Starthilfe organisieren. Danke an Berthold für die Hilfe. Danach bin ich über die Insel gefahren, um die Batterie zu laden. Essen an Bord.
29.07.: Nach dem Frühstück fahre ich in die Marina und gehe zu Mario. Der ist im Moment etwas angespannt, da er auch erst angekommen ist und Gott und die Welt über ihn herfällt und alles mögliche von ihm will. Ich ziehe mich zurück. Wir können später reden, wenn die Lage sich entspannt hat. Ich fahre noch zu Giorgos um mal zu sehen, ob er schon mit unserem Geräteträgen angefangen hat. Natürlich nicht. Am 04.08.wolle er anfangen und brauche dann ca 4-5 Tage für die Fertigstellung. Das wäre ein Novum in Griechenland und speziell bei Giorgos. Ok, gehe auf dem Rückweg noch Gas kaufen. Das klappt.
Nachmittags gehen wir einkaufen. Die Preise haben auch hier angezogen. Essen an Bord.
30.07.: Nach dem Frühstück versuche ich im Laden der Marina einen Schlauch für den Schenker Wassermacher zu kaufen. Panos, der Herr aller Reusen dort, meinte er hätte das nicht auf Lager, es wäre aber bestellt. Nächst Woche, Montag oder Dienstag. Na ja, wer Panos kennt kann sich seinen Reim auf diese Aussage machen. Auf dem Rückweg zum Boot halte ich noch beim Polsterer an. Wir hatten dort schon mal nachgefragt wegen neuer Polster für unser Boot. Ja, er kann sich an mich erinnern, aber diese Woche hat er keinen Termin mehr frei. Ok, dann nächste Woche. Später kommt Mario noch vorbei und wir besprechen den weiteren Ablauf der kommenden Wochen. Essen an Bord.
31.07.:Extra große Gassi-Runde mit Merlin, dem Geburtstagskind. Dann Frühstück und relaxen. Nachmittags gehe ich noch an die öffentliche Zapfstelle Wasser holen. Dann koche ich noch eine Bolognese. Hackfleisch haben wir nicht nur für die Bolo gekauft.
Merlin bekommt natürlich auch seinen Teil. Heute etwas mehr, da er ja Geburtstag hat.

Nachdem ich ihm das Hackfleisch frei gegeben hatte, war es auch Ratz-Fatz weg.
Happy Birthday Merlin, auf die nächsten acht Jahre.
Abends laden wir Sibylle und Mario zum Essen in die Pizzeria ein. Und natürlich im Anschluß zum Eis bei Repapis. Petra hatte im Juni und ich im Juli Geburtstag. Da waren wir unterwegs. Also holen wir das jetzt mit den Beiden nach.
So endet der Juli und unser längerer gemeinsamer Törn. Alles super gelaufen, manchmal etwas Stress (Brückendurchfahrt), aber auch mit der Erkenntnis, dass diese Art zu reisen uns beiden Spass macht. Ab nächsten Monat stehen wieder Projekt-Wochen an.
Also bleibt dran, wird interessant.
